Bergisch’ Land Beauty – Sengbachtalsperre

Am Samstag hat es mich mit Freunden nach draußen gezogen, in den Wald, ans Wasser, an die Luft – weg aus unseren Wohnzimmern, die uns in den nächsten Wochen noch genug zu sehen bekommen. Weg von Bildschirmen jeglicher Art, weg vom Haushalt mit seinen kleinlichen Aufgaben, so nervig wie notwendig…

Einfach nur raus, raus, raus aus dem Haus, zu fünft rein in das Auto, lachend und durcheinander redend in Richtung Glüder, dahin, wo früher das Getaway zu finden war.

Das übliche Gefummel mit Smartphones und Runkeeper, parallele Dehnübungen und kopfüber ins Gebüsch – beinahe.

Was folgte war eine Achterbahn von “Wow, hast du den Pilz gesehen?”

1382170708860über “Klar, und du den Feen-Baumstumpf da?”

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bis zu “Oh Gott, bitte nein, da kommt ja schon wieder ein Berg…”

Das ist der Fluch und der Segen im Bergischen Land: Wenn man darin unterwegs ist, muss man mit voller Kraft so einige Hügel hoch. Doch schafft man das, Schnappatmung hin oder her, wird man belohnt.

Und zwar grandios.

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Und wenn man auf seiner Runde zum zweiten (!) Mal vom gleichen Jogger überholt wird, lässt auch das Selbstmitleid ob der drohenden Seitenstiche schlagartig nach…

Sieht man dann am Ende die ganz beachtliche Runde auf seinem Smartphone, bleibt doch ein wenig Stolz. Und ja, auch etwas Muskelkater in den Beinen – aber der ist schließlich das sportliche Äquivalent von “picture or it didn’t happen”, right?

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Dem Herbst entgegenlaufen

Um am besten zu verstehen, wovon ich hier rede, solltet ihr euch in einem weiteren Tab dieses Video von Lily & Madeleine anhören – ich tue es gerade beim Schreiben.

Gestern Abend habe ich einen herbstlichen Auflauf gegessen. Mein Bauch war voll, ich war erschöpft, aber damn it, ich wollte doch laufen gehen!

Also habe ich mich gegen 19:00 Uhr noch in mein Auto geschwungen und bin runter an die Wupper gefahren.

Ach, die Wupper – sie riecht noch immer wie in den 90ern, damals, als ich noch unfreiwillig zu ihr ging, mitgeschliffen von Eltern, die nur mein Bestes wollten (frische Luft, Kind, nicht immer nur lesen!)

Eigentlich war es schon fast zu kalt zum Laufen, nur im T-Shirt.

Eigentlich war es schon fast zu dunkel, nach sieben im Herbst.

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Aber ich hätte nicht früher loslaufen dürfen.

Eine Stunde früher und ich hätte nicht das hier gesehen:

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Ihr seht einen Sonnenuntergang, was ihr nicht sehen könnt, sind die Fledermäuse, die kurz vor Gut Nesselrath über der Wupper kreisen.

Wunderschön. Nur Batman’s kleine Freunde, das Glucksen der Wupper und ich.

Und mein Glucksen – who am I kidding, momentan gehe noch viel mehr als ich laufe…

Es ist toll, photografische Beweise davon zu haben, wie schön es an der Wupper ist – selbst, wenn sie nur von der schlechten Handykamera kommen.

Wenn ich weiß, wie schön es dort ist, fällt es mir leichter, mich erneut aufzuraffen. So wie heute morgen.

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Denn auch im Morgendunst ist es hier wunderbar, so leuchtend, wie die jungen Pflanzen aus dem Feld gucken.

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Die Kühe stören sich auch nicht daran, dass ich stramm an ihnen vorbei marschiere

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Und an der Wupperbrücke bei der Friedrichsaue wartet ein Blatt auf mich, das keck im Geländer steckt und für mich posiert, als hätte es auf mich gewartet

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Da komme ich doch gerne wieder!

Obstweg in Rüden

Letzte Woche wurde in Solingen der neue Obstweg eröffnet, der im Rüden an verschiedenen bergischen Obstbäumen vorbei führt – und an der Wupper, an Schafen und Häusern, die ich gerne nach einem Lottogewinn kaufen würde!

Gestern Abend fand über die VHS eine Führung statt, nach der ich jetzt nicht nur Birnen-, Äpfel- und Kirschbäume an der Blüte unterscheiden kann – Ich habe auch viele interessante Fakten über die Obstbaumgeschichte meiner Heimatstadt gelernt.

 

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