Hofgarten Center und Solingen Bashing

Manchmal habe ich das Gefühl, dass des Solingers liebstes Hobby das Solingen Bashing ist.

[bashing = criticizing or defaming]

Gibt es irgend etwas Neues in der Stadt, muss es sofort zerrissen werden. Aber woran liegt das?

Tendieren wir zu einer vorsichtigen Grundhaltung, mit der wir alles Neue erst einmal in Frage stellen? Gehen wir damit einfach nur auf Nummer sicher? Natürlich fühlen wir uns prima, wenn ein Projekt den Bach runter geht und wir danach selbstgefällig sagen können “Ich habe es schon immer gewusst!”

Natürlich ist es leicht, Neuem vorerst kritisch gegenüber zu treten. Es macht uns weniger verletzlich, als wenn wir unvoreingenommen und, *gasp*, vielleicht sogar positiv darauf zu gehen.

Warum ist dieser Zynismus so chic? Macht er uns zu etwas besonderem, macht er uns anderen überlegen? Ich glaube nicht. Ich glaube, dass er uns auf Dauer verbittert macht.

Schließlich können wir nicht alle wie Statler und Waldorf sein, die trotz ihres nun schon über 30-jährigen Bashing-Marathons immer noch sympathisch sind.

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Ein super Beispiel für das beschriebene Phänomen ist Solingens neues Hofgarten Center.

Dass viele Solinger dem neuen Shopping Center skeptisch gegenüber stehen, ist verständlich. Schließlich konnten wir alle beobachten, welche Schwierigkeiten die Clemens Galerien am Mühlenplatz haben, ihre Geschäftsflächen zu füllen – und gefüllt zu halten. Die Tatsache, dass nun sogar einige der großen Mieter aus den “CleGas” weg- und in das Hofgarten Center eingezogen sind, ist definitiv besorgniserregend.

Jedoch kann das neue Einkaufscenter auch eine Chance für Solingen sein.

So wie tausende andere Solinger habe ich mich letzten Donnerstag in die Innenstadt aufgemacht, um das neue Center zu bestaunen. Und gestaunt habe ich!

Denn das Hofgarten Center ist größer und geräumiger, als ich es erwartet hatte.

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Es ist modern und hell gestaltet, wirkt luftig und bietet einen, wie ich finde, guten Mix an Geschäften.

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Diese beiden Fotos habe ich gegen acht Uhr geschossen, als es noch verhältnismäßig leer war – hatten doch bisher nur der Saturn Markt, dm und Edeka geöffnet. Die Bilder entkräften eine der häufigsten Beschwerden, die ich bis jetzt über das Center gehört habe: “Die paar Rolltreppen und Aufzüge sind viel zu wenig!”

Das glaube ich nicht. Wenn der erste Ansturm der Neugierigen abgeklungen ist und ein normales Besucheraufkommen herrscht, werden die Rolltreppen völlig ausreichen. Dass es am Eröffnungstag zu üblen Engpässen gekommen ist und die Security Leute einzeln auf die Rolltreppen schleusen musste, ist nicht verwunderlich – aber wie gesagt, das war eine Ausnahmesituation.

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Ich glaube, dass die Auswahl der Läden recht geschickt war – immerhin sind nun einige neue Labels vertreten, die bestimmt viele der Leute in Solingen hält, die sonst zum Shoppen in den Umkreis geflüchtet sind – und Luft nach oben ist immer.

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Stichwort Shopmix – natürlich bin auch ich fähig zur negativen Kritik: ein Manko für mich ist der Foodcourt des Hofgartens, innerhalb dessen gefühlt jedes zweite Lokal ein Asiate ist. Ich liebe asiatisches Essen und könnte es dauernd verputzen – aber etwas mehr Auswahl wäre schon schön gewesen. Ganz abgesehen von meinem persönlichen Wermutstropfen, dem fehlenden frozen yoghurt Stand 😉

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Ich persönlich würde mich freuen, wenn demnächst einige Leute sich ihre Unkenrufe vorerst sparen würden – und erst einmal abwarteten, was passiert.

Vielleicht wird das neue Center von Solingern und Shoppern aus dem Umfeld ja gut angenommen. Vielleicht läuft es sogar so gut, dass sich weitere, neue Geschäfte in die Clemens Galerien wagen und die dort entstandenen Lücken füllen.

Und ganz vielleicht geht sogar mein heimlicher Traum in Erfüllung: dass sich die Clemens Galerien in eine Kultur- und Lifestyle Oase verwandeln, die das gesellschaftliche Leben in Solingen in neuen Schwung bringen.

Obwohl auch da in den letzten paar Jahren tolles passiert ist – denken wir nur an die Bemühungen rund um den Südpark, das Waldmeister und den Cowclub (um nur drei Stichworte zu nennen), die alle großartige Sachen auf die Beine gestellt haben…

50 Shades of – Blue

Growing up in a house where blue was my mother’s color of choice and even the christmas ornaments came in deep indigo, I had had enough of it by the time I was twenty and had moved out.

I avoided it in any tone and think this withdrawal might have backfired.

For the last year I’ve been a bit obsessed with anything from mint to petrol. No wonder that I sighed when I saw this beautiful loveseat  from World Market which comes in “cloud blue” – thanks to How about Orange for making me want to have it, with no chance of actually getting it 😉

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Well, a girl may dream, and while we’re at it – check out this great rug in aqua.

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This trivet fits in nicely with the theme, though it’s a lot  flashier…

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And it’s so much nicer than my IKEA cork ones…

Just as this mint batter bowl beats my red melamin ones.

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Sigh… to be a millionaire, spending all my bucks on luxuries like blue accessories 🙂

Neue Moleskine-Notizbücher für Zuckerkünstler

Oooohohohoho, dachte ich eben wie ein verworrener Nikolaus, als ich meine Emails abrief: Moleskine hat neue Notizbücher! Aber nicht irgendwelche, nein, sondern das “Passion Journal Dessert” für Backverliebte – wie mich.

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Das Cover zieren eingeprägte Kuchen, Cupcakes und weitere Naschereien. Noch süßer wäre es, wenn es nicht schwarz wäre – zarte Pastelltöne hätten mir sehr gut gefallen! Laut Shop kann das Buch mehr als ein klassisches Notizbuch:

Das Journal bietet vier vorgefertigte Themenabschnitte und vier Tabellenabschnitte zur selbstständigen Gestaltung;
Glossar der wichtigsten Werkzeuge und Begriffe für einen Patissier, Anleitung zum Kuchenanschneiden, Platz für eigene Rezepte, Agenda für Partys und Raum zum Designentwurf.
202 Klebeetiketten zum Personalisieren Ihres Journals.

Hört sich doch sehr praktisch an!

Vor fünf Jahren hätte ich auch das “Passion Journal Hochzeit” gut gebrauchen können – und mir dabei die unordentliche Lose-Blatt-Sammlung erspart, die ich bei meinen Planungen immer dabei hatte.

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Ich werde zwar von Moleskine nicht für diesen Post bezahlt oder bestochen (“noch nicht”, *zwinker*), aber wer vielleicht eh noch einmal den Shop besuchen möchte: Dort haben sie gerade die “City Notebooks” mit eingebauten Stadtplänen, U-Bahn Netzen und und und … reduziert.

Mein persönlicher Favorit, natürlich, San Francisco.

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