Black Sunshine – through the years

This will be a short one. And full of clichés, so bear with me.

When I was 14, I discovered that, contrary to my classmates’ beliefs, there was more to music than N’Sync and the Backstreet Boys. Thank God.

My hometown’s music scene leaned heavily towards Rock and Metal, no pun intended. So I went to every gig there was, best friend in tow, staring doe-eyed at the guys and girls on stage – one eye always on the clock, lest I broke curfew.

Fast forward 17 years to last night.

My first real night out in… a too embarrassingly long time. I stood there, beer in hand, no curfew in sight and simply enjoyed my first “Black Sunshine” concert in 13 years.

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And it was good.

Not just the music, though I immensely enjoyed that. More the certainty that no one would call out “Mama” and I would have to stop anything I was doing at a moment’s notice.

I talked to old friends and aquaintances, met new ones, stood in people’s cigarette smoke and enjoyed the beer on their breath, simply for the novelty of it not being milk…

And then, at one a.m. I called it a night, hugged my friends and drove home to find my husband and daughter knocked out from the exertion of a sleepless evening. And it was good, even though duty called again at 6:30 and I was nowhere near being well-rested. Life is good.

13.11.2015

Today, on social media, I haven’t stopped talking about last night’s events. I don’t suppose I will anytime soon.

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A small number of “people” have caused millions of people a lot of pain. Presumably all in the name of a god that I can’t believe would condone this.

The attacks that hit closest to home for me ar those on Bataclan. I’ve visited hundreds of rock shows, from small venues to big halls and again and again I think “it could have been me”.  And, in a way, it was. Those more than 120 people were my sisters and brothers at heart. They loved Rock’n’Roll just as much as I do, and they wanted to have a good time.

Those terrorists who brutally took their lives want us all to be afraid now. Afraid to go out and enjoy what we do, cower and fear ” what if?”

I, for one, won’t do it.

I hate that my daughter’s growing up in a world where insanity like this exists.

And I won’t stand for her being afraid.

Tonight, my hometown’s Cow Club celebrates 30 years of supporting young bands. And my friends, shocked and sad as they are, won’t stay home tonight, too afraid to go out. They will grab a drink and stand shoulder to shoulder with their friends and defy last night’s killers by doing what they will always be doing – enjoy their freedom and do whatever the heck they want to.

Hofgarten Center und Solingen Bashing

Manchmal habe ich das Gefühl, dass des Solingers liebstes Hobby das Solingen Bashing ist.

[bashing = criticizing or defaming]

Gibt es irgend etwas Neues in der Stadt, muss es sofort zerrissen werden. Aber woran liegt das?

Tendieren wir zu einer vorsichtigen Grundhaltung, mit der wir alles Neue erst einmal in Frage stellen? Gehen wir damit einfach nur auf Nummer sicher? Natürlich fühlen wir uns prima, wenn ein Projekt den Bach runter geht und wir danach selbstgefällig sagen können “Ich habe es schon immer gewusst!”

Natürlich ist es leicht, Neuem vorerst kritisch gegenüber zu treten. Es macht uns weniger verletzlich, als wenn wir unvoreingenommen und, *gasp*, vielleicht sogar positiv darauf zu gehen.

Warum ist dieser Zynismus so chic? Macht er uns zu etwas besonderem, macht er uns anderen überlegen? Ich glaube nicht. Ich glaube, dass er uns auf Dauer verbittert macht.

Schließlich können wir nicht alle wie Statler und Waldorf sein, die trotz ihres nun schon über 30-jährigen Bashing-Marathons immer noch sympathisch sind.

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Ein super Beispiel für das beschriebene Phänomen ist Solingens neues Hofgarten Center.

Dass viele Solinger dem neuen Shopping Center skeptisch gegenüber stehen, ist verständlich. Schließlich konnten wir alle beobachten, welche Schwierigkeiten die Clemens Galerien am Mühlenplatz haben, ihre Geschäftsflächen zu füllen – und gefüllt zu halten. Die Tatsache, dass nun sogar einige der großen Mieter aus den “CleGas” weg- und in das Hofgarten Center eingezogen sind, ist definitiv besorgniserregend.

Jedoch kann das neue Einkaufscenter auch eine Chance für Solingen sein.

So wie tausende andere Solinger habe ich mich letzten Donnerstag in die Innenstadt aufgemacht, um das neue Center zu bestaunen. Und gestaunt habe ich!

Denn das Hofgarten Center ist größer und geräumiger, als ich es erwartet hatte.

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Es ist modern und hell gestaltet, wirkt luftig und bietet einen, wie ich finde, guten Mix an Geschäften.

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Diese beiden Fotos habe ich gegen acht Uhr geschossen, als es noch verhältnismäßig leer war – hatten doch bisher nur der Saturn Markt, dm und Edeka geöffnet. Die Bilder entkräften eine der häufigsten Beschwerden, die ich bis jetzt über das Center gehört habe: “Die paar Rolltreppen und Aufzüge sind viel zu wenig!”

Das glaube ich nicht. Wenn der erste Ansturm der Neugierigen abgeklungen ist und ein normales Besucheraufkommen herrscht, werden die Rolltreppen völlig ausreichen. Dass es am Eröffnungstag zu üblen Engpässen gekommen ist und die Security Leute einzeln auf die Rolltreppen schleusen musste, ist nicht verwunderlich – aber wie gesagt, das war eine Ausnahmesituation.

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Ich glaube, dass die Auswahl der Läden recht geschickt war – immerhin sind nun einige neue Labels vertreten, die bestimmt viele der Leute in Solingen hält, die sonst zum Shoppen in den Umkreis geflüchtet sind – und Luft nach oben ist immer.

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Stichwort Shopmix – natürlich bin auch ich fähig zur negativen Kritik: ein Manko für mich ist der Foodcourt des Hofgartens, innerhalb dessen gefühlt jedes zweite Lokal ein Asiate ist. Ich liebe asiatisches Essen und könnte es dauernd verputzen – aber etwas mehr Auswahl wäre schon schön gewesen. Ganz abgesehen von meinem persönlichen Wermutstropfen, dem fehlenden frozen yoghurt Stand 😉

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Ich persönlich würde mich freuen, wenn demnächst einige Leute sich ihre Unkenrufe vorerst sparen würden – und erst einmal abwarteten, was passiert.

Vielleicht wird das neue Center von Solingern und Shoppern aus dem Umfeld ja gut angenommen. Vielleicht läuft es sogar so gut, dass sich weitere, neue Geschäfte in die Clemens Galerien wagen und die dort entstandenen Lücken füllen.

Und ganz vielleicht geht sogar mein heimlicher Traum in Erfüllung: dass sich die Clemens Galerien in eine Kultur- und Lifestyle Oase verwandeln, die das gesellschaftliche Leben in Solingen in neuen Schwung bringen.

Obwohl auch da in den letzten paar Jahren tolles passiert ist – denken wir nur an die Bemühungen rund um den Südpark, das Waldmeister und den Cowclub (um nur drei Stichworte zu nennen), die alle großartige Sachen auf die Beine gestellt haben…

Herbstgefühle von der Wupper

Gestern schien die Sonne nicht, man sah sie sogar kaum. Es war eher kühl und schien insgesamt wenig einladend – trotzdem bin ich runter an die Wupper gefahren, um die “Einmal über die Brücke”-Runde zu machen.

Und war so froh, es getan zu haben.

Der Lauf war der Beweis, dass der Herbst nicht nur schön ist, wenn die Sonne durch glühende Blätter scheint.

Ihr braucht Ansichtskarten? Mais, bien sûr.

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Fünf gute Gründe, um gleich den Regenschirm zu nehmen und wieder los zu ziehen, dahin, wo die Wälder noch rauschen

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Nachtrag:

… wo ich dann auch war:

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Solinger Jugendkulturfestival 2013 – Patrick Salmen, oder: die Späten bestraft das Leben!

Bei einem Mittagessen im Nordstadt Café kam mir dieser Flyer in die Hände:

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Hurra, dachte ich, Patrick Salmen kommt wieder in seine alte Heimat!

Ich wollte mir nicht von 18:00 bis 22:00 Uhr am Rathausplatz die Beine in den Bauch stehen und horchte also nach, wann in etwa der Auftritt sei. “Gegen 20:00 Uhr” hieß es – also trafen wir erst um kurz vor acht ein, um festzustellen: Salmen war schon in vollem Gange, hatte er doch schon um halb 8 gestartet.

Mist, wie Bernd das Brot sagt.

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Wir bekamen also nur noch die letzten, knapp 10 Minuten mit. Und fragten uns: wo sind die ganzen Jugendlichen? Der Altersdurchschnitt im Publikum lag bei Mitte 20; ich hatte eigentlich eine strahlende Horde weiblicher Teenies erwartet, die sehnsüchtig den bärtigen Mann anstarren.

Ich selbst habe zwischen 15 und 18 jedes Jugendkulturfestival besucht und wäre total froh gewesen, mir einen deutschen Poetry-Slam Meister ansehen zu dürfen – darf man hier so eine alte Phrase wie “Was ist los mit der Jugend von heute?” verwenden?

Gab es eine große Konkurrenzveranstaltung? Ist das Marketing gescheitert?

Die, die da waren hatten jedenfalls viel Spaß – hoffen wir, dass der Axtträger uns bald noch mal besucht – und den Teens eine zweite Chance gibt.

 

Euphorie! Euphorie! Patrick Salmen liest im Waldmeister, Solingen

“NRW-Vizemeister” und “deutschsprachiger Meister” im Poetry-Slam, Poet und Buchautor, Workshopleiter im kreativen Schreiben- Patrick Salmen muss eine große Visitenkarte haben.

Gestern Abend hat er sich in seine alte Heimatstadt begeben, in der er im mit Stuhlreihen gefütterten “Waldmeister” sehnsüchtig erwartet wurde. Rappelvoll war es und ein recht aufgeregtes Summen lag in der Luft, während auf den jungen Bartträger gewartet wurde.

Dieser sprang dann auch bald auf die Bühne und begann seinen “Soundcheck”, stellte fest, dass er zu hören war, verließ die Bühne, um Sekunden später wieder grinsend hinauf zu laufen, diesmal unter tosendem Applaus.

“Bart und Stimme” fasst Patrick Salmen auf den ersten Blick am offensichtlichsten zusammen.

Ersteres liegt auf der Hand, ist Salmen doch nach eigener Aussage nie ohne Gesichtsbehaarung unterwegs und unterrichtet Skeptiker gern über die Vorzüge von Bartstopppeln- auch auf großer Bühne.

Dabei kommt er so überzeugend rüber, dass eine große deutsche Herrenzeitschrift ihm schon eine Kolumne zum Thema angeboten hat, die Salmen allerdings ablehnte.

Zweites bannt einen, sobald der Slammer den Mund aufmacht und seine überraschend tiefe Stimme freilässt, wie der Dompteur seinen Tiger in die Manege schickt.

Als Poet ist er deutschlandweit dafür bekannt, Wortwelten zu erschaffen, die Alliterationen aneinander aufzureihen, dem Alltäglichen den Alltag zu entfernen und kleine Erstaunlichkeiten übrig zu lassen. Er schreibt mit einer Leichtigkeit über zwischenmenschliche Sternstunden (“Nordwind”), die fernab von Schnulz sind und in jedem Deutschunterricht vorkommen sollten um zu zeigen, wie unprätentiös schön unsere Sprache sich anhören kann.

Wer als Deutscher über Dinge wie Liebe reden kann, ohne sich wie Florian Silbereisen anzuhören, hat schon gewonnen.

Beim Liveauftritt zeigt Salmen, dass er noch mehr kann.

Mit offenkundigem Spass gewährt er Einblicke in seine Solinger Kindheit, erzählt vom harten Gräfrather Pflaster, auf dem er sich boxershortstragend in der “Smiley-Gang” beweisen musste.

Von dem noch härteren Publikum, das ihn dieses Jahr auf dem Wacken empfing und in seine muskelbepackten, behaarten, tättowierten Arme schloss.

copyright: Patrick Salmen, via Facebook

Aber auch gern von Erfahrungen mit Damen im besten Alter, die ihre manikürten Hände dafür nutzen, bei QVC zu arbeiten. Ein Karriereweg, der Salmen selbst nächstes Jahr vielleicht auch schon offensteht, nachdem er im Frühjahr dort sein Verkaufstalent unter Beweis stellen darf. Am liebsten würde er für achtteilige Messersets werben, mit denen kennt er sich schon gut aus.

Als Solinger sind ihm Schneidwaren sowieso sympathisch, ist doch seiner Meinung nach “Ich habe eine Axt” einer der versatilsten Sätze der deutschen Sprache.

Wer mehr von Patrick Salmens Wortakrobatiken erleben möchte, sollte sich unbeding am 19. September in die Börse in Wuppertal begeben. Dort wird er mit Torsten Sträter mit dem gemeinsamen Programm “Als eine Kuh des Weges kam, fragte es die anderen Pferde…” auftreten.

Und vielleicht auch eine Axt im Gepäck haben.