A man, a book and a ship

Last night I left behind a sleeping baby and tired husband and drove the Autobahn south, to Cologne. I walked along the Rhine until I found the MS RheinEnergie/Literaturschiff at the KD Anleger, refulgent against the dark river.

IMG_20150317_202002In its belly waited a bearded word-smith, quickly signing away at a desk filled with books.

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The Literaturschiff was continuously flooded with guests until, shortly after 9 pm., the ship left shore and the excited susurrus swelled. As Patrick Rothfuss, of Kingkiller Chronicles fame, took the stage, one could find grinning faces all around, it was finally happening: the author was in Germany, in Cologne, and about to read excerpts from his latest novella, “the Slow Regard of Silent Things”. Joining him was ChrisTine Urspruch, whose gentle reading of Auri, Rothfuss’ pixie-esque trickster, was truly endearing, enchanting the audience as much as Rothfuss himself.

Joined by Denis Scheck for a question-and-answers session he spoke of growing up around books

“not literature”

his love for language

“I really admire Chaucer”

and especially for the Fantasy genre

“why can’t we do [what Chaucer does], but – with dragons!”

His disbelief was tangible when Rothfuss questioned why only “the tragic movies where people die” get all the Oscars, not the comic ones, referring to the late Terry Pratchett and his humorous genius.

It was a whirlwind of a night for a fan who wouldn’t have dreamed seeing “his wordship” in the flesh was possible. The pleasure was only slightly disturbed by Schecks impressive endeavor of trying to translate as much of Rothfuss’ detailed answers as possible. After the event, Rothfuss stayed until every one who so wished could take home a signed copy of one or several of his books, even if it took him until 1:30 am to do so.

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Sadly, the organisers managed to utter two conflictive pieces of information concerning where the actual signing session would take place, leading to much confusion and chaos for the fans – and for this one to suddenly find herself in the last third of the oh-so-long queue of waiting book-carriers.

Still, it was worth it, just for being able to simply say

Thank you for writing

and, though having signed for such a long time, seeing a content twinkle in those tired eyes above the beard, which itself seemed to say

it was worth it

Euphorie! Euphorie! Patrick Salmen liest im Waldmeister, Solingen

“NRW-Vizemeister” und “deutschsprachiger Meister” im Poetry-Slam, Poet und Buchautor, Workshopleiter im kreativen Schreiben- Patrick Salmen muss eine große Visitenkarte haben.

Gestern Abend hat er sich in seine alte Heimatstadt begeben, in der er im mit Stuhlreihen gefütterten “Waldmeister” sehnsüchtig erwartet wurde. Rappelvoll war es und ein recht aufgeregtes Summen lag in der Luft, während auf den jungen Bartträger gewartet wurde.

Dieser sprang dann auch bald auf die Bühne und begann seinen “Soundcheck”, stellte fest, dass er zu hören war, verließ die Bühne, um Sekunden später wieder grinsend hinauf zu laufen, diesmal unter tosendem Applaus.

“Bart und Stimme” fasst Patrick Salmen auf den ersten Blick am offensichtlichsten zusammen.

Ersteres liegt auf der Hand, ist Salmen doch nach eigener Aussage nie ohne Gesichtsbehaarung unterwegs und unterrichtet Skeptiker gern über die Vorzüge von Bartstopppeln- auch auf großer Bühne.

Dabei kommt er so überzeugend rüber, dass eine große deutsche Herrenzeitschrift ihm schon eine Kolumne zum Thema angeboten hat, die Salmen allerdings ablehnte.

Zweites bannt einen, sobald der Slammer den Mund aufmacht und seine überraschend tiefe Stimme freilässt, wie der Dompteur seinen Tiger in die Manege schickt.

Als Poet ist er deutschlandweit dafür bekannt, Wortwelten zu erschaffen, die Alliterationen aneinander aufzureihen, dem Alltäglichen den Alltag zu entfernen und kleine Erstaunlichkeiten übrig zu lassen. Er schreibt mit einer Leichtigkeit über zwischenmenschliche Sternstunden (“Nordwind”), die fernab von Schnulz sind und in jedem Deutschunterricht vorkommen sollten um zu zeigen, wie unprätentiös schön unsere Sprache sich anhören kann.

Wer als Deutscher über Dinge wie Liebe reden kann, ohne sich wie Florian Silbereisen anzuhören, hat schon gewonnen.

Beim Liveauftritt zeigt Salmen, dass er noch mehr kann.

Mit offenkundigem Spass gewährt er Einblicke in seine Solinger Kindheit, erzählt vom harten Gräfrather Pflaster, auf dem er sich boxershortstragend in der “Smiley-Gang” beweisen musste.

Von dem noch härteren Publikum, das ihn dieses Jahr auf dem Wacken empfing und in seine muskelbepackten, behaarten, tättowierten Arme schloss.

copyright: Patrick Salmen, via Facebook

Aber auch gern von Erfahrungen mit Damen im besten Alter, die ihre manikürten Hände dafür nutzen, bei QVC zu arbeiten. Ein Karriereweg, der Salmen selbst nächstes Jahr vielleicht auch schon offensteht, nachdem er im Frühjahr dort sein Verkaufstalent unter Beweis stellen darf. Am liebsten würde er für achtteilige Messersets werben, mit denen kennt er sich schon gut aus.

Als Solinger sind ihm Schneidwaren sowieso sympathisch, ist doch seiner Meinung nach “Ich habe eine Axt” einer der versatilsten Sätze der deutschen Sprache.

Wer mehr von Patrick Salmens Wortakrobatiken erleben möchte, sollte sich unbeding am 19. September in die Börse in Wuppertal begeben. Dort wird er mit Torsten Sträter mit dem gemeinsamen Programm “Als eine Kuh des Weges kam, fragte es die anderen Pferde…” auftreten.

Und vielleicht auch eine Axt im Gepäck haben.

 

Brems dich!

Wie man vielleicht an den ganzen kleinen Menschen auf der Straße mit ihren überproportionalen Rucksäcken merken konnte, hat letzte Woche die Schule wieder angefangen. Am Donnerstag liefen etliche I-Dötzchen in Solingen das erste Mal mit ihren Eltern zur Grundschule. Da viele von ihnen diesen Weg spätestens ab dieser Woche alleine antreten werden, hat die VMS (Verkehrswacht Medien und Servicecenter) wieder ihre Kampagne gestartet, die mir schon in den letzten Jahren den Magen umgedreht hat.

 

 

Noch einmal in größer, für den vollen Effekt:


 

Wer nicht so penibel ist, wie ich, hat vielleicht nicht gesehen, was mich beim Anblick des Plakates so zusammenzucken lässt. Ich gebe einen kleinen Tipp:

 

 

Jedesmal, wenn ich die Kölner Str. Ecke Katternbergerstr. entlangfahre und das Plakat lese, füge ich an den Satz “Schule hat begonnen” unaufhaltsam ein deftiges “Altaaa!”. Ich kann mir nicht helfen, bei dieser Ironie kommt es in meinem Gehirn zu Kurzschlusshandlungen. Dass eine offizielle Werbeaktion auf ihren Schildern keinen Platz für Artikel hat, erstaunt mich.

Dabei begrüße ich die Aktion selber sehr! Aufgeregte kleine Kinder und Autofahrer, die es eilig haben zur Arbeit zu kommen, sind eine brisante Mischung.

 

Aber eine Sprachentwicklung zu verstärken, die zu solchen Blüten wie “Lass uns Grafen gehen” und “Kann ich Playstation?” unterstützt, schmerzt mich. Deswegen habe ich das Problem gelöst.

Hier, liebe VMS, ist die verbesserte Version ihres Plakats:

 

 

Gerne dürfen sie aber, wenn sie die originale Message quasi behalten wollen, auch dieses benutzen:

 

 

 

Ungewöhnliche Platzierung

Liebe Rheinische Post,

gibt es bei Ihnen keine Redaktionskonferenz? Falls doch, wird dort auch das Layout besprochen? Wenn Sie auch diese Frage mit “Ja” beantworten, wie kann dann so etwas passieren? Eine anständige Leistung. Ich klatsche leise Beifall.

 

 

Falls Sie allerdings mit dieser Platzierung subtil ihre lebensbejahende Einstellung unterstreichen wollten: Chapeau!

 

Addicted to…

… names. I always have been and I think I might always be.

This can be partly blamed on my upbringing, being raised with a pile of books and countless heros and heroines. Falling in love with them often meant falling in love with their names:

Alanna, Grainne, Lotta. Mio, Jonathan, Erik.

Often those names came from Astrid Lindgren’s universe, no wonder, as I was named from one of her books, as well.

 

I frequently visit Nameberry.com, whether a new child is born into our circle of friends and I want to learn about its name’s history, or if I just want to browse.

The site features a gimmick where one can keep lists of favourite names, which might come useful in the future.

But it is also possible to search for names according to categories (like “vintage names” or “German names”), rate names or discuss them on reader boards.

 

A recent article on the site is about Baby Shower Games, and though this American tradition isn’t commonly practised in Germany, one of the mentioned games might be fun for mothers-to-be.

It is about finding a name for the unborn baby, and though most of its outcomes probably won’t be used for the child the name game is a fun way to broaden one’s naming horizon.

 

“To help come up with some fresh ideas, ask the guests to fill in the blanks with names of people, places, and things important in their own lives.

Remember: the more individual and meaningful, the better.  Feel free to improvise here, and please share your answers below!

A.) paternal great-grandmother’s first name + favorite tree

B.) place where you honeymooned + cartoon character

C.) favorite musician’s surname + father’s birth stone

D.) maternal grandmother’s maiden name + favorite color

E.) author of choice + favorite animal

F.) mother’s birthstone + father’s high school mascot

G.) favorite film character + mother’s alma mater

H.) your childhood nickname + grandfather’s occupation

I.) father’s middle name + street where you grew up

J.) children’s book character + paternal grandfather’s first name”

As most people, I probably won’t end up calling my kids “San Francisco Sylvester” or “Hexe Postman”, but the outcomes are funny.

Come to think of it, Pink might have played the game with hubby Carey Hart, considering she named her first daughter “Willow Sage” 🙂

“Vous êtes de la police?” / “Einmal Polizist, immer Polizist”

Last night I was zapping through the channels in search of something good when I stopped at arte just as they showed their primetime preview. I’ve often watched their show Karambolage and various documenteries, but seldom any movies.

Then it said “A detective moves into a retirement home and isn’t happy about it, but then things start to happen…”. I directly thought of Bubba Ho-tep and was filled with glee. I knew I couldn’t expect Egyptian zombies, but it sounded interesting nevertheless.

 

 

Not to tell too much: Ms. Sablonnet takes on a murder case in the retirement home with the help of his oldschool rocker friend Francky. They meet obstacles in the form of the home’s directress, the nurses and the other inhabitants.

Though sometimes on the edge of being depressing the movie has many humorous and outright funny moments: highly recommendable!

 

Some trivia at the end: Jean-Pierre Cassel stars as the detective and if that name sounds familiar it might be because of “The Crimson Rivers” (“Les rivières pourpres”).

 

 

It might also be because of his son, Vincent Cassel, who also starred in “The Crimson Rivers” and is of “Black Swan” and the “Ocean’s” movies fame.

Another tid-bit: Jean-Pierre Cassel was father-in-law to Monica Belucci, who is still married to Vincent. Lucky guy!

 

 

She walks like a pirate, talks like a pirate…

So I was reading the wonderful Blogess again and stumbled over the “pirate-talk-generator“. I inserted part of my Venlo post and this is what came out:

’tis year I went wit’ me mother, leavin’ behind a cloudy ‘n rainy Solin’en.

Upon enterin’ Venlo we were greeted by sunshine ‘n friendly Dutch people,

sayin’ hardyharhar thin’s like “smakelijk”

“Hardyharhar”? I almost wet myself on this one.

Also awesome was the beginning of the post prior to that one:

“th’ cuter th’ ship,

th’ happier th’ ship-captin”.

What happens to your blog when it turns all piratey?

PS: Hubby’s last post starts with “Be ye a gamer, too?” 😀

Steve Jobs braucht Nachhilfe

Zuerst einmal zwei Fakten:

Ich mag Apple und habe einen iPod. Ich gehöre nicht zu den Fanatikern, die alles brauchen, das weiß ist und einen angebissenen Apfel abgebildet hat.

Demnach gehöre ich nicht in die Kategorie der Leute, die das Apple Imperium gerne zerstört sehen wollen.

Aber der neue Werbespot zum iPad geht mir auf die Nerven, er bringt mich zum Zähneknirschen.

Dort heisst es:

“iPad ist lecker, aktuell, lernen, spielerisch, literarisch, kunstvoll…”

Es ist eine clevere Idee, innerhalb von 30 Sekunden anschaulich die Eigenschaften und Fähigkeiten des beworbenen Produkts aufzuzeigen.

Auch clever ist es, bei diesem Bilderschwall die Worte minimalistisch zu reduzieren. Und dabei Adjektive zu nutzen ist clever, denn wie kann man Eigenschaften besser kurz und knapp beschreiben?

Aber bitte Apple, bitte!

“lernen” ist kein Adjektiv!

“lernen” ist das, was meine Nachhilfeschüler “tu-Wörter” nennen.

Wenn ihr euch also entscheidet, als Konzept einen Fluss von Adjektiven in eure Werbung einzubauen, dann achtet bitte darauf, dieses Thema nicht zu unterbrechen.

Nichts zu danken, Apple.

Und wenn ihr euch doch erkenntlich zeigen wollt, weil ich euch auf euren faux-pas aufmerksam machte, dann tut es mit einem eurer neuen iPod nanos.

Vorzugsweise in pink.

Things I learned on my UK roadtrip

  • You can easily get addicted to ice-cold Coca Cola, straight from the can.
  • You should not order Pepsi.
  • The sandwich does not come from Sandwich, but it’s a pretty little town.
  • People from Sheffield are very friendly and generous, seem to be partial to German shepherds and make delicious meals. They think that everything is “luvely” and, in the case of Pete, look like my English professor.
  • Sometimes the smallest campsites are the nicest, especially if they have a cat and a pond full of yapping carps.
  • You should listen to the locals’ advice and visit the places they recommend. Would never have visited Robin Hood’s Bay or Portpatrick otherwise.
  • Scots are outgoing, fun, hospitable and hard-drinking. Their accent is the best on the island.
  • The places you visit by chance hide the most fun, this is especially true for Lanark, with its awesome people. And William Wallace married his Marion there, who knew?
  • It is not fun to hear of a murderer on the loose and then find a lone stranger next to your spot on the campsite. Even more so if said stranger doesn’t have a tent with him…
  • Do go off the road if you see an interesting thing in the landscape surrounding you. The pretty hill you saw could turn out to be Loudoun Hill, said to have witnessed William Wallace’s and Robert the Bruce’s battles.
  • Do not, under any circumstances, trust a British’s estimation of time and distance. Everything is “just down the road”, “in walking distance” or will take “only 2 more minutes”. They lie. Those walks you were sure you could handle range from 40 minutes (one way) to two hours (there and back again). And I’m not even kidding. I wish I was.
  • Cornish Pies aren’t yummi.
  • Weston-Super-(Night-)Mare should be avoided at all cost. Sand Bay down the road, however, is pretty.
  • Sometimes names can be misleading. “Maiden Castle” doesn’t boast any maidens, nor is there a castle. Only sheep.
  • Land’s End is just that: the end of England’s land to the west.
  • Parking is expensive, you have to “Pay and Display” everywhere. If you’re very lucky it’s 20 pence an hour, usually more like 1- 2 pounds.
  • Food is equally expensive, two servings of fish and chips will cost you 15 to 18 pounds. WTF?
  • Some people you might find out you still like, even if you haven’t seen them in 11 years.
  • Visiting a great New Zealander who lives in Wimbledon with his nice Polish girlfriend and their little Maori warrior son is fun.
  • A roadtrip is not a relaxing vacation and you’ll be glad once you’re home again. But you will love everything, at least in retrospect.

Miraclewhip

My linguistic juices are really flowing today, so I present to you the second literal epiphany in 24 hours:

“Miraclewhip”!

Growing up in a German household I always asked for “Majonaise”, or if I used the brand name “Miraclewhip”. Only that it always sounded like “Mi-ra-kell-wipp”. Well, it took me 25 years to find out that it’s a miraculous creme made out of oil, vinegar or lemon juice that has been whipped to achieve its smooth consistency. D’oh!